Haus des Hörens

Die Geschichte des Hauses

Das Haus des Hörens finden Sie in unmittelbarer Nähe des Leipziger Zentrums im Stadtteil Reudnitz. Das ehemals zu den „Kohlgärten“ zählende Dorf Reudnitz wurde im Jahr 1525 vom Rat der Stadt gekauft und im Jahr 1889 als erster Vorort Leipzigs eingemeindet. Hier siedelten sich bereits im 18. Jhd. wohlhabende Leipziger Bürger an. So ließ auch der bekannte Leipziger Musikverleger Friedrich Hofmeister im Jahr 1851 auf einem in Reudnitz erworbenen Gartengrundstück eine Villa errichten, die Hofmeister´sche Villa. Zu Hofmeisters Verlagsautoren gehörten solche bekannten Musiker wie Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Frederik Chopin, Franz Liszt u.a.

Nach Friedrich Hofmeisters Tod im Jahre 1864 wurde das Haus an den Londoner Kaufmann Hutton Vignoles verkauft. Es war die Zeit, als in Europas Großstädten die ersten Pferdestraßenbahnen entstanden. Herr Vignoles beabsichtigte, Hofmeisters Grundstück und Villa zum Depot einer Pferdestraßenbahn in Leipzig umzugestalten. Am 18. Mai 1872 setzte sich die erste Bahn auf die 1,9 km lange Strecke zwischen Augustusplatz und Reudnitz in Bewegung. Die Hofmeister´sche Villa sollte danach für über 120 Jahre Depot und Verwaltung der Leipziger Straßenbahn bleiben und die bewegte Geschichte dieses für Leipzig bis heute so wichtigen Verkehrsmittels mitgestalten. 1998 wurde der Straßenbahnhof geschlossen und bis auf das unter Denkmalsschutz stehende Villagebäude abgerissen.

Im Jahre 2007 endlich war es soweit, die Hofmeister´sche Villa konnte nach einer gründlichen Sanierung wieder einer neuen Bestimmung übergeben werden. Das Spannende daran ist, dass es nach der Nutzung als Haus des Musikalienverlegers wieder ums Hören geht.

Die sechsmonatige Sanierung des Gebäudes wurde unter Beachtung aller Denkmalschutzauflagen durchgeführt. Nun erstrahlt das repräsentative Gebäude wieder im ursprünglichen Glanz. Der Tagungsraum in der 2. Etage des Haus des Hörens knüpft an die bewegte Vergangenheit des Gebäudes in der ehemaligen Gartenstadt Leipzig-Reudnitz an. Die Geschichte des Gebäudes zeigt, dass Kommunikation, Kultur und Lebensqualität in seinen Mauern schon immer eine große Rolle spielten.

Heute steht der Tagungsraum mit Cateringbereich für Anlässe jeder Art offen: Yoga-Gruppe, Vertriebstagungen, Präsentationen, Schulungen, kleine Konzerte, Vorträge, Lesungen …